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Die liebe Familie - Lernfeld und Ressource

Die Familie ist das erste Team in welchem wir in unserem Leben spielen und die erste Gruppe in der wir uns als Mitglied integrieren. Die Familiengründung der Eltern bedeutet ein  Aufeinandertreffen von zwei Familienkulturen, aus welcher eine neue Familienkultur entsteht. Diese kann dadurch mit neuen Spannungen konfrontiert aber auch mit neuen Ressourcen bereichert werden.
Jede Familie hat ihre eigenen Dynamiken, Regeln, Rituale aber auch Ansprüche und Erwartungen. Familienmuster aufzuspüren, Prägungen dadurch zu erkennen und zurück zu lassen ist oftmals der Schlüssel in ein freies und eigenverantwortliches Leben.

Einige Fragen zur persönlichen Auseinandersetzung:
Was waren familientypische Zitate  und Sprüche? Wie haben diese dein Leben geprägt?
Was war deine Rolle / Aufgabe in der Familie?
Was sind deine wahren Werte? Welche davon teilst du mit deiner Ursprungsfamilie? Welche nicht?

05. Mai 2020

Was ist es dir Wert?

Materielle, ideelle oder emotionale Werte. Gewisse Werte wandeln sich mit den Lebensphasen, andere bleiben gleich. Welche Werte schützt und bewahrst du dir?

Gesundheit, Disziplin, Fürsorglichkeit, Harmonie, Vertrauen, Standfestigkeit, Erfolg , Abenteuer, Teilen, Nachhaltigkeit, Tradition, Achtsamkeit, Gerechtigkeit, Solidarität…

16. April 2020

Anteile der Persönlichkeit

Die gewöhnlichen Strukturen kommen ins Wanken und soziale Kontakte haben sich reduziert. Dennoch birgt diese ungewöhnliche Situation auch eine Chance, sich auf sich selbst zu besinnen und mit sich mit der eigenen Persönlichkeit auseinanderzusetzen.

Für einen Stillen Moment mit dir:

- Mit welchem Begriff würden deine Freunde deine Persönlichkeit beschreiben? Mit welchem deine Teamkollegen?

- Was war deine Rolle/Aufgabe/ Stärke in deiner Ursprungsfamilie? Gibt es Parallelen im heutigen Leben?

- Wo kannst du ganz Du sein? In welchen Situationen trägst du eine Maske?  Welche Unfähigkeiten / Fähigkeiten soll diese Maske kaschieren / verbessern?

02. April 2020

Antriebsmechanismen - Oder gelassenes Tun was zu tun ist.

Gerade in der momentanen Lage, werden vom Einzelnen wie auch vom Kollektiv immer wieder Entscheidungen in privater, wie auch beruflicher Hinsicht gefordert. Die Auswirkungen dieser sind ungewiss und schwer berechenbar. Solche Situationen können Antriebsmechanismen besonders aktivieren.

In der IK Kinesiologie arbeiten wir mit den „Antreibern“, welche durch Glaubensstrukturen aus früher Kindheit, familiär erlernt und entstanden sind. R. Sonderegger schreibt dazu in ihrem Band l der Bücherreihe „Die Fünf-Elemente-Psychologie“: „Je mehr der Mensch dem Kern seines Wesens entfremdet ist, desto mehr fühlt er sich angetrieben oder treibt sich an.“
Die Antreiber können sich wie folgt oder aus Protest auch gegenteilig bemerkbar machen:

Sei stark! -> Ich darf nur keine Schwäche eingestehen!
Blockiert / Trotzreaktion: Entziehen von jeglicher Verantwortung.

Mach es allen recht! -> Ich mache es allen zu liebe, zu gefallen.
Blockiert / Trotzreaktion: Erbarmungslosigkeit, Dreistigkeit

Sei perfekt! -> Ich bin nur mit Bestleistungen akzeptiert.
Blockiert / Trotzreaktion: Pfuschen.

Gib niemals auf! -> Ich darf mir keine Pause gönnen und muss alles gleichzeitig erledigen.
Blockiert / Trotzreaktion: Passivität, Initiativlosigkeit.

Mach schnell! -> Ich muss als erste fertig sein.
Blockiert / Trotzreaktion: Herumtrödeln.

Durch das Erkennen, die Auseinandersetzung und das Relativieren der eigenen „Antreiber“ darf zum Beispiel aus einem „Schnell-sein-Müssen“ ein „Schnell-sein-Können“ werden. Diese Aktivierung der Selbstbestimmung kann entlasten, neue Ressourcen aktivieren, das miteinander kooperieren fördern und Motivation frei setzen.

Damit wünsche ich allen eine kraftvolle und selbstwirksame Zeit, um in Ruhe und Verantwortung das zu tun (oder auch nicht zu tun) was ansteht…

17. März2020


Ich brauche Abstand! - In deiner Nähe ist mir wohl

Der Wunsch nach Nähe oder Distanz ist für gewöhnlich situativ und individuell sehr unterschiedlich. Bei Menschen die man gerne mag, gibt es oftmals bestimmte Tendenzen der Zuneigungsart. So gibt es „knuddligere“ Menschen, andere mögen die Nähe lieber durch gute Gespräche, wieder andere schätzen gemeinsamen Aktivitäten und weitere signalisieren Nähe durch Geschenke.

Ursprünglich ist Nähe überlebensnotwendig: Nur durch menschliche Nähe wird dem Säugling Zuneigung und Nahrung zuteil. Zu Beginn nimmt sich das Kleinkind als Teil der Mutter wahr. Kommen Mütter mit Kindern bis ca. 3 Jahre zu mir in die Kinesiologie erreichen wir Ziele auch mit der ausgleichenden Arbeit nur an der Mutter. So können zum Beispiel Einschlafprobleme an der Mutter behandelt und dadurch beim Kind gelöst werden.

Zur Bildung der Individualität braucht es unteranderem Distanz. Sie unterstützt die Entstehung eines eigenen Standpunkts. Ausserdem bereichert Distanz die Interaktion.

Durch Missbrauch, Vernachlässigung oder Überbehütung kann Nähe oder Distanz als Bedrohung eingestuft werden. Man möchte niemanden an sich heranlassen, macht sich entweder rar oder sucht nach Streit, sobald Nähe entstehen könnte. Eine gemeinsame Grundlage zu schaffen ist erschwert. Im anderen Extrem kann es dazu führen, dass Menschen am liebsten symbiotisch mit dem Gegenüber verschmelzen wollen. Dies kann einengend wirken und einen belebenden Austausch verunmöglichen.

Nährende Nähe und respektvolle Distanz können somit über die Qualität menschlicher Beziehungen entscheiden.

02. März 2020


Bloss keine Veränderung des Status quo

Man plant eine tolle Reise. Die Vorfreude ist gross. Der Tag der Abreise rückt näher. Am lange ersehnten Morgen der Abreise fühlt man sich hundeelend und liegt mit Bauchkrämpfen im Bett. Vorbei die Freude.

Lange hat man darauf hin gefiebert und gehofft. Schliesslich kommt der Anruf mit der Zusage des langersehnten Traumjobs. Man legt den Hörer auf und fühlt sich lustlos, die Stelle anzutreten.

Ja es gibt Sie die Selbstsabotage, die Abwehr des Glücks. Und dazu gibt es viele verschiedene Gründe. In der Integrativen Kinesiologie zeichnen sie sich im Wesentlichen durch nachfolgende Merkmale aus:

Selbstzerstörerische Merkmale
Es werden eher die negativen Aspekte fokussiert. Sei das Glück im Hochzeitskleid noch so perfekt, der Hauptfokus gilt den Fettpölsterchen. Beim tollen Gelingen eines grossen Projekts überwiegt schliesslich das Gefühl der Unzufriedenheit, da man im Grunde überzeugt ist unfähig zu sein und glückliche Zufälle den positiven Erfolg herbeiführten. Dies sind Selbstentwertungen, die aus frühster Kindheit gelernt und in der Glaubensstruktur integriert wurden. Tief liegende Glaubenssätze können zum Beispiel lauten: „Ich bin es nicht wert Glück / Liebe zu erfahren.“; „Ich bin unfähig mein Glück zu erschaffen.“; „Alles was ich in die Hände bekomme, geht in die Brüche“…

Diese persönlichen, tiefliegenden Entwertungen strahlt man auch gegenüber anderen Menschen aus und bekommt diese Entwertungen von aussen wieder bestätigt. Oder sie werden überspielt durch übertriebene Selbstdarstellung und erhalten von aussen ebenfalls eine entwertende Bestätigung.

Verbote durch gesellschaftliche Sitten oder Schutz vor Enttäuschungen:
Wie es unzählige Sprichwörter schon sagen, sind Verbote sich auf positives auszurichten allgegenwärtig.
 „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.“, „Man kann nicht den Foifer und das Weggli haben.“, „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.“, „Nach em Lächli chunts Bächli.“ Es wird eine Erwartungshaltungshaltung des Negativen generiert welche jeglichen Antrieb, Lust und Entdeckergeist hemmt. Freu dich nicht zu früh, das Glück ist nie voll umfänglich zu haben. Und falls das Glück doch an die Tür klopft, dann folgt das Pech bestimmt. Solche negative Erwartungshaltungen, können das Empfinden von Glück verbieten und fernhalten.

Beweisreaktion, Verwirrung und Bedürfnisentfremdung:
Eine Reaktion auf die obigen Verbote, kann auch eine Beweisreaktion hervorrufen. Man möchte immer wieder beweisen, dass man selber recht hat, es nicht so ist, wie es von aussen, von der Gesellschaft herangetragen wird. Die wahren Bedürfnisse gehen in einer Flut von Beweisen unter.

28. Februar 2020


Grösste Freude, tiefstes Leid

Was bewegt uns im Leben mehr, als unsere Gefühle? Emotionelle Wahrnehmungen reifen im Alter nicht im Gegensatz zu unserem Verstand. Sie sind dieselben, von früher Kindheit bis ins  hohe Alter. Sie verändern sich in ihrer Intensität und zu welchen Themen und Momenten sie auftreten. Aber Grundsätzlich fühlen sich lebenslänglich auf eine gleiche Weise an. Was wir hingegen als Erwachsene lernen können, ist der Umgang mit auftretenden Emotionen. Wir entscheiden uns ihnen mehr oder weniger Raum zu lassen, sie zu verdrängen oder beglückt zu empfangen und zu fühlen.

Nach der kognitiven Verhaltenstherapie entstehen Gefühle entsprechend unserer Bewertung von Situationen:
Eine Situation tritt ein, in Kürze wird interpretiert (z.B. traurig, schön, gefährlich…), Gedanken werden erzeugt (z.B. „oh wie schrecklich“ oder „wieso immer ich“…), die Gedanken rufen über eine physiologisch-chemische Reaktion im Gehirn Gefühle (z.B. Angst, Ärger, etc.) hervor, diese Gefühle rufen Gedanken ähnlicher Art hervor (z.B. „oh, das wird ja immer schlimmer“…), diese Gedanken verstärken wiederum das Gefühl (z.B. Panik, Verzweiflung, etc.) und so weiter und so fort.
Dies geschieht in einem Prozess von nur wenigen Sekunden.

Oftmals bewirken negative Gefühle reflexartig weitere, negative Gedanken. Die integrative Kinesiologie unterstützt dabei, sich persönlicher Bewertungen bewusst zu werden. Als Kinesiologin führe ich Klient/-innen zurück zum Körper mit gezielten Übungen zu Körperwahrnehmungen und Körperhaltungen. Mit dem Erkennen von behindernden Gedanken- und Glaubensstrukturen zu bestimmten Themen und Situationen, wird ein schöpferischer Umgang mit den verschiedenen Facetten der Gefühls- und Empfindungslagen erreicht. Dadurch können negative Gefühlsspiralen aufgebrochen und produktive Energie für den Alltage frei gesetzt werden.

03.  Februar 2020


Sehnsucht und andere Süchte

Die meisten von uns haben die eine oder andere kleine Schwäche für  zum Beispiel Schokolade, Kaffee oder anderes. Manchmal sind diese jedoch so alltäglich, dass sie in routinierten Gewohnheiten verborgen sind. Grundsätzlich ist das auch nicht problematisch, wenn man eben gerne mal etwas geniesst.  Ab wann ist Genuss noch Genuss und wann wird er zur Sucht?
Eine Sucht lässt sich mit der einfachen Frage nach der Wahlfreiheit klären: Habe ich die freie Wahl zum Genussmittel zur greifen? Oder muss ich konsumieren um mein Wohlbefinden aufrecht zu erhalten?

Der kanadische Mediziner Gabor Maté hat sich auf den Bereich der Suchttherapie spezialisiert. Er bezeichnet die Sucht als einen Weg der Schmerzunterdrückung. Schmerzen auf Grund einer nichtgelebten Sehnsucht, eines Traumata oder emotionalen Leidens. Die Sucht wird zur Ersatznahrung eines ungestillten Bedürfnisses. Damit rückt der Fokus weg von der Sucht und hin zum ursprünglichen/tieferen Leid.

Die Kinesiologie gibt einer Auseinandersetzung mit den Hintergründen des individuellen Leids Raum. Hilfreich ist dabei auch der Einbezug der Körperarbeit. Erkenntnisse zu tieferliegenden Bedürfnissen unterstützen den heilsamen Weg  zu einer positiven Beziehung zu sich und einem gesunden Umgang mit dem Thema Genuss.

31. Januar 2020


Auf ein relaxtes Jahr 2020!

Über Stress klagen viele und doch ist er gesellschaftlich hoch angesehen und wird sogar erwartet.  Vielleicht ist auch genau dies das Dilemma und begründet, weshalb sich viele nicht von Stress befreien können oder wollen.

Stress hat viele Gesichter: Stress wegen Zeitmangels, Stress wegen der Arbeitssituation, Stress wegen zwischenmenschlichen Konflikten, Stress wegen zu vielen, zu langweiligen oder zu  schwierigen Aufgaben, Stress wegen Arbeitslosig-keit, Stress wegen Krankheit, Stress wegen Sorgen und noch viele mehr. Hier ist nicht der Stress durch eine anregende Herausforderung gemeint. Sondern der zermürbende und krankmachende Stress.

Wie gehst Du mit Dauerstress um? Hast du Strategien um das neue Jahr entspannt zu starten? Stress ist subjektiv und individuell wahrnehmbar und gehört in jedes Leben. Er beginnt schon als Säugling, wenn sich der Durst meldet und den Stress des Hungers beseitigt werden will. Erfahrungen mit Stress können uns auch  zu Wachstum und Entwicklung bewegen. Was aber wenn der Stress zu lange anhält, keine Lösung gefunden wird und schliesslich in chronische Leiden und Krankheit mündet?

In der Kinesiologie, gehen wir der konkreten Stresssituation auf den Grund.  Die Kinesiologie unterstützt einen erkenntnisreichen Prozess um zu verstehen, was wirklich der Auslöser ist. Besonders effektiv ist die Methode wegen des Muskeltests. Ziel ist es, Widersprüche zwischen Denken und Fühlen zu lösen. Es wird gelernt genau hinzuhören, die eigenen Grenzen zu verstehen, stimmige Entscheidungen zu fällen und auch im Aussen klare Grenzen für das eigene Wohl zu setzen. Dies entschärft den Stress und unterstütz ein entspanntes Miteinander.

06. Januar 2020

 

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